"Der Winter ist da, es ist kalt. Die Sonne arbeitet nur noch als geringfügig Beschäftigte. Die dunklen Nächte sind soo lang. Der Winterblues hat außer die Berufsfröhlichen und/oder Karnevalsidioten so ziemlich jeden im Griff. Es müsste vernünftige Ärzte geben, die einem eine gute Party verschreiben, damit der Winter erträglich wird. Keine Sorge auch hierbei lässt dich dein Tonspion nicht alleine und erfüllt dir diesen Wunsch. Die behandelnden Ärzte heißen „und ich“, der auf eine Reihe beachtlicher Heilerfolge zurückblicken kann. Darüber hinaus haben wir mit Almeida noch einen Facharzt auf dem Gebiet der treibenden elektronischen Musiktherapie eingeladen. Dieser hat sich in Fachkreisen schon so ein hohes Ansehen erarbeitet, dass er seit neuestem nicht mal mehr seinen Vornamen Tony braucht. (wie Madonna...!). Die alternative Zweitmeinung bekommt ihr auf dem zweiten Floor von DJ Maxim als Vertretung für die Vier Fäuste. Wem hier nicht geholfen wird, dem ist nicht zu helfen."Samstag 15.11.08 - Gruezi Klub
"Wenn Techno in Köln politisch wäre, dann wäre der Gruezi Klub der schwarze Block, nur ohne Molotov-Cocktails. Drum handeln wir ausnahmsweise lokal, bei gleichbleibend globalem Denken, und verweigern uns dem Outsourcing von Produktivkräften durch tatkräftige Unterstützung des Kölner Kreativprekariats, was entgegen anderslautender Behauptungen keine Alternativbezeichnung für einen örtlichen Karnevalsverein ist. Ganz vorne auf den Barrikaden dabei: die Live-Act gewordene Bedrohung des Status Quo Scott, deren Tracks niemals rückwärts gespielt werden dürfen, die Lokalheroen André Kraml und Tombo von Firm, wie immer keiner delikaten Geschmacksfrage ausweichend, sowie Brandt & Chevallier, Pioniere des deepen Graswurzelhouse ohne Discobart. Außerdem mit im Container: der militant expressive Ausnahmekünstler Sascha Mikloweit und die Vorsitzenden der schlagenden Verbindung "Linke Bassdrum" Marc Lansley und Shumi, auch bekannt als das dicke Ende, welches meistens zum Schluß kommt. Illustriert wird die sanfte Revolution durch leckeren Pixelsalat von Okinawa 69, frisch ausgeweideter Informationsmüll aus hauseigener Fertigung. Man darf also das Versammlungsverbot hiermit als aufgelöst betrachten. Vermummung mit Staubsaugern und Gasmasken hingegen bleibt weiterhin sowas von Neunziger, das will keiner sehen. Und für alle, die das Vorhergehende nicht verstanden haben, anbei die Untertitel: super Party, krasse DJs, sexy Musik und schöne Menschen. Ein guter Grund, um auf die Strasse zu gehen."
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen